Mein BuJo im September

Der Untertitel müßte eigentlich irgendwas in Richtung „Irrungen, Wirrungen“ heißen, aber der Titel ist meines Wissens schon vergeben.
Also eigentlich hatte ich ein ganz anderes Layout für September, eins mit herrlich dunklen, neblig-trüben Washi-Stickern und lauter kleinen Polaroidrahmen als Fototracker. Und dann bin ich eines Morgens aufgewacht und fand das alles ganz gruselig und völlig über’s Ziel hinaus, und außerdem habe ich schon im August gemerkt, daß ich mein BuJo immer weniger nutzen wollte, weil es mich so störte, die sorgfältig ausklabüsterten Zeichnungen und Layouts mit irgendwelchen Kritzeleien zu vers… chlimmbessern (in Eile und unter Stress ähnelt meine Handschrift eher rudimentären Höhlenmalereien). Nun ist der Sinn eines BuJos aber ja eigentlich, damit zu arbeiten, um organisierter und reflektierter zu werden und sich selbst auch ein Stück weit zu erziehen. Sprich, das ging irgendwie immer mehr daneben. Ich habe überlegt, soll ich neu anfangen? Oder einfach damit leben und es nächstes Jahr besser machen? Schwamm drüber und wegschmeißen? Aber hat ja auch irgendwie alles Zeit und Geld gekostet, und überhaupt … und dann hatte ich mein BuJo in meinem Rucksack dabei und der fiel von der Kommode und das BuJo brach in der Mitte. Also hab ich nochmal neu angefangen.

das neue BuJo

Der Text ist aus Jesaja 30:15, unser Jahrestext für dieses Jahr, und wer sich ein bißchen mit der Bibel auskennt und weiß, worum es sich im Bibelbuch Jesaja dreht, wird auch verstehen, warum ich genau diesen Washi-Sticker für die Startseite ausgewählt habe.
Ich habe diesmal das BuJo recht minimalistisch gehalten. Gleich nach der Startseite kommt das Future Log, eigentlich nur eine Doppelseite mit zwei Monaten je Seite, für jeden Monat ein Minikalender und dazu dann die Termine für den Monat.
Anschließend kommt dann auch schon die Startseite für den Monat September:

Monatsübersicht September

Sehr simpel gestaltet mit einem Minikalender und ein paar Blümchen. Die linke Seite sollte eigentlich als Fototracker dienen, und ich hatte mir vorgenommen, für jedes Tagesfoto ein Blümeken zu zeichnen, aber schon nach kürzester Zeit war mir das einfach zuviel. Ich möchte zeichnen bzw doodeln, weil ich grad Lust drauf hab, und nicht, weil ich muß. Ergo habe ich das ganz schnell wieder gelassen. Im Oktober werde ich wahrscheinlich stattdessen da ein Zitat und ein paar Ziele einfügen. Vielleicht. Mal schauen.

Tagesaufgaben und Zitate

Meine Monatsübersicht ist so dermaßen simpel, daß ich mir gar nicht die Mühe gemacht habe, sie zu fotografieren. Ich habe einfach die Tage untereinander geschrieben, das Kürzel für den Wochentag daneben, und dann einfach meine Termine eingetragen, so ich welche habe. Links daneben hatte ich dann sogar noch Platz für einen kleinen Tracker, da tracke ich jetzt meine Fotos, mein Bibellesen und meinen Sport.
Wochenübersichten habe ich gar nicht mehr, stattdessen einfach nur noch die Tage. Am Anfang jeder Woche schreibe ich mir drei größere Aufgaben auf, die ich im Laufe der Woche erledigen möchte, für die ich mir aber keinen festen Termin gesetzt habe. Jeden Morgen setze ich mich hin, überlege mir, was an dem jeweiligen Tag an Termin ansteht, was erledigt werden muß, was dringend ist, was ich nicht vergessen möchte, und schreibe mir das entsprechend auf. Und dann versuche ich einfach nur, die Liste abzuarbeiten und möglichst wenig zu verschieben. Abends setze ich mich nochmal in Ruhe hin, schaue mir meinen Tag an und schreibe mir drei Sachen auf, die an dem Tag schön waren und mir Freude gemacht haben.
Außerdem notiere ich mir auch mal das eine oder andere Zitat und doodle so vor mich hin, wenn mir danach ist.

So sieht mein Key aus

Meinen Key habe ich mir auf einen extra Zettel notiert. Es seht zwar nicht zu erwarten, daß ich den so schnell vergesse, aber so habe ich doch gleich noch ein zusätzliches Lesezeichen.
Alles in allem komme ich gut ohne viel Farbe aus, wie man sieht. Meine Dankbarkeits-Herzchen sind zartrosa, die Wochen sind bunt hinterlegt, damit ich auf einen Blick sehen kann, in welche Woche ich grad bin bzw wo eine neue Woche anfängt, und natürlich sind auch die einzelnen Felder in meinem Tracker bunt. Aber ansonsten bleibe ich bei schwarz-weiß. Vielleicht habe ich später mal Lust, noch mehr Farbe ins Spiel zu bringen oder auch mal mit Washitape zu arbeiten, aber im Moment gefällt es mir so gut. Vor allem: ich arbeite gerne mit meinem BuJo. Und so sollte es ja eigentlich auch sein.

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