Ist alles Wurscht

Kochen kann ja jeder, aber Wurst machen … eigentlich auch. *grins*
Eigentlich war es Steves Idee, er hatte schon länger davon gesprochen, doch selber mal Wurst machen zu wollen. Und weil Corona war, so komplett mit Ausgangsbeschränkungen und so, und weil man, wenn man nirgends weiter hin kann, endlich mal Zeit hat, alles das auszuprobieren, was man seit Jahren mal machen will, gab es dann eines schönen Tages selbstgemachte Bratwurst.

selbstgemachte Bratwurst vom Grill ... sooooo lecker

Okay, das war jetzt ziemlich weit vorgegriffen, also nochmal zurück auf Anfang. Im Grunde ist Wurst machen gar nicht so schwer. Man braucht Fleisch, Gewürze, Därme zum Einfüllen des Bräts, und natürlich einen Fleischwolf (mit dem man nicht nur das Fleisch zerkleinern, sondern später die Masse auch in die Därme füllen kann). Rezepte für alle Arten von Würsten gibt es zuhauf im Internet, und bei Youtube findet sich zudem eine Vielzahl an Videos, die die Zubereitung genauestens erklären, es kann also eigentlich gar nix schiefgehen.

erstmal ordentlich würzen

Für unsere Bratwurst hatten wir Schwein. Wichtig: da muß Fett mit ran, sonst wird das Brät eklig trocken und mürbe und schmeckt auch nicht besonders. Gewürze haben wir bereits an die geschnittenen Stücke gegeben, das dreht sich schön mit durch und spart den Arbeitsgang, alles unters Brät zu matschen (was nicht besonders appetitlich ist).

zweite Portion, anders gewürzt

Eine zweite Portion haben wir etwas anders gewürzt, weil Steve neben den üblichen Bratwürsten auch gerne Käse-Chili-Wurste ausprobieren wollte.

nach dem Wolfen noch Käse und Chili ran

Den Käse (Emmentaler) haben wir beim ersten Versuch geraspelt, weshalb er dann leider beim Braten zu schnell geschmolzen und ausgelaufen ist. Beim zweiten Versuch haben wir den Käse gewürfelt, so blieb mehr davon in der Wurst.

und dann abfüllen

Das Schwierige am Einfüllen war zum einen, den Darm auf die doch recht breite Tülle des Fleischwolfs zu bekommen (mittlerweile kein Thema mehr, weil wir uns einen extra Abfüller geleistet haben, der verschieden breite Tüllen für die verschiedenen Wurstsorten hat), und zum anderen, ein Gefühl dafür zu bekommen, wie prall die Wurst werden darf, bevor der Darm platzt. Und ja, es passiert auch heute, mit mehr Erfahrung, doch immer mal, daß der Darm platzt, dann schneidet man ihn eben einfach ab und fängt eine neue Wurst an. Abgedreht wird natürlich erst zum Schluß, wenn die ganze Masse eingefüllt ist.

Und weil Juli war und der Juli 2020 noch richtig Sommer war, so mit Sonne und warm und trocken und so, gab es die Bratwurst natürlich standesgemäßig vom Holzkohlegrill. So wird sie tatsächlich leckerer. Die Chili darin hat für eine feine Schärfenote gesorgt, grad richtig. Dieses Jahr hatten wir nur einmal selbstgemachte Bratwürste, aber dieses Jahr hatten wir ja auch keinen richtigen Sommer, der zum Grillen eingeladen hätte. Dafür freue ich mich jetzt auf den Herbst und aufs Räuchern. Aber das ist eine andere Geschichte.

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