Wochenend‘ und Sonnenschein …

… noch jemand außer mir, der findet, daß unser Autozwerg ganz fürchtebar furchtsam aus den Scheinwerfern schaut? Der arme Kerl mußte gestern eine langwierige OP an der offenen Bremse überstehen. Heute darf er sich erholen, bevor sein Herrchen sich morgen um seine Stoßdämpfer kümmert. Ja ja, man hat es nicht leicht als Auto …

Während Herr und Gescherr sich in mechanische Geheimnisse vertieften, habe ich endlich das Hochbeet in Angriff genommen, es mal weitestgehend leergeschaufelt, neuen Kompost eingearbeitet und dann wieder gut befüllt, damit ich meine Kohlrabi reinpflanzen und Möhren und Radieschen säen kann. Die Zucchini-Zöglinge habe ich in große Pötte gesetzt, da haben sie alle Nährstoffe für sich und können fleißig weiterwachsen.

Ich bin tatsächlich am Überlegen, ob ich noch eine gelbe Zucchini und eine schwarze (ja, gibt es wirklich, sie heißt passenderweise „Black Beauty“) säe, bei diesen sommerlichen Temperaturen sollten sie ja gut gedeihen. Kompost habe ich ja noch etwas übrig…

Aber für heute heißt es „Füße hochlegen und die wunderschönen Blüten vom Apfelbäumchen bewundern“. Ich bin schon soooo gespannt, wieviele Äpfel es uns dieses Jahr wohl schenkt.

verlinkt beim Samstagsplausch von Karminrot

Babypflanzenstube

Babypflanzenstube

Ich bin ein bißchen spät dran – obwohl, nein, eigentlich nicht. Ich weiß, die meisten Gartenratgeber empfehlen, mit der Anzucht des jungen Gemüses schon im Februar anzufangen, und für die meisten Ecken in Deutschland macht das wahrscheinlich sogar Sinn. Aber nicht für uns hier oben auf luftigen 600 m Höhe, wo es im März regelmäßig nochmal schneit und auch der April regelmäßig eher Winter ist. Wenn ich mehr Platz hätte, einen Wintergarten oder ein frostsicheres Gewächshaus … aber egal, Kräuter kann man eh ganzjährig auf der Fensterbank kultivieren, und die Tomaten werden schon noch wachsen, hoffe ich.
Von links nach rechts: Basilikum, Schnittlauch, Petersilie, „Dattelwein“ (gelbe Tomate mit ovalen Früchten), „Indigo Rose“ (schwarze Tomate – ja, ich weiß, irgendwie pervers, aber ich wollte ein bißchen Farbe im Essen, schließlich hab ich ja auch braunen Salat) und zweimal „Sweet Million“ (Cocktailtomate, auch geeignet für den Naschbalkon).
Im Hintergrund seht ihr übrigens den Hauswurz (Semper Vivum), der heimlich versucht, aus der ollen Schublade zu klettern. Muß ich wohl doch mal umtopfen.

Die Kohlrabi-Babies, die Zucchini-Teenager und die Prunkbohnen-Prinzessinnen sind Geschenke von meiner Nachbarin. Sonntag ist der letzte Tag der Eisheiligen, bis dahin stehen sie noch geschützt, aber danach kommen die Kohlrabis ins Hochbeet, die Zucchinis bekommen große Pötte mit extraguter Gemüseerde, und die Prunkbohnen werde ich wahrscheinlich an den Zaun pflanzen. Und dann hoffen wir einfach mal auf Abwechslung auf dem Speiseplan.

In dieser Jahreszeit ist der Garten einfach eine solche Freude. Es grünt und blüht an allen Ecken und Enden, seht selbst:

Das Apfelbäumchen hatten wir zwei Jahre im Topf, dieses Frühjahr haben wir es ausgepflanzt, und es belohnt uns mit extra schönen Blüten. Hoffentlich werden auch ein paar Äpfel draus. Das Kirschbäumchen gibt sich auch ordentlich Mühe, und dieses Jahr können wir vielleicht auch auf die ersten Haselnüsse aus eigener Produktion hoffen.

To plant a garden is to believe in tomorrow.
Audrey Hepburn

Plüschvogel

Mein Mann ist der beste Vogelhäuschenbauer EVER … es paßt genau ein Eichhörnchen rein. *grins*

Nachdem uns dieser hübsche junge Mann öfter besuchen kommt, haben wir beschlossen, er braucht einen eigenen Namen. Die Wahl fiel auf „Porro“, nach einem Buch, das Steve früher mal gelesen hat (und das ich sicher nicht lesen werde, weil es geht traurig aus, und ich bin schließlich die, die heute noch bei „Bambi“ heult, wenn der kleine Stöppel nach dem Brand durch den Wald läuft und seine Mama sucht). Porro ist eher schüchtern und sehr, sehr schnell, was es recht schwierig macht, ihn zu fotografieren. Wenn er dann aber mal stillhält, ist er höchst dekorativ und sehr, sehr niedlich.

Porro ist ein überaus höfliches Eichhörnchen, er wartet immer brav, bis seine gefiederten Gartenmitbenutzer fertig sind mit frühstücken, bevor er sich ans ins Buffet zwängt. Im Gegenzug erwartet er allerdings auch, daß die lieben Vögelchen brav warten, bis er fertig ist – gut, ist jetzt nicht soooo schwer, paßt ja eh kein Vogel mehr dazwischen. Die gefiederten Kumpels nehmen es übrigens gelassen, sie wissen ja, ich fülle das Futter SOFORT auf, wenn sie nur laut genug schimpfen.

Und so ganz nebenbei hatte sich das Warten auch gelohnt, weil die gefiederten Kumpels dann im schönsten Morgensonnenschein frühstücken durften. Da schmecken die Sonnenblumenkerne doch gleich nochmal so gut.