Einfach mal fotografieren

Es ist viel zu heiß, um rauszugehen. Zu heiß zum Draußensitzen. Zu heiß zum Stricken. Zu heiß zum Nähen, weil ich das im Schlafzimmer mache, und das ist unterm Dach. Also kurz gesagt, es ist zu heiß zu allem. Deshalb sitze ich im kühlen, dunklen Wohnzimmer und schaue alte Fotos durch.

2020 hatte ich die Idee, ein Fototagebuch zu führen und jeden Tag ein Foto zu machen. Hat natürlich nicht jeden Tag geklappt, und die einen oder anderen Fotos waren auch nicht so besonders gelungen, aber es hat Spaß gemacht, die Fotos Monat für Monat auf meine Fotoseite hochzuladen und immer mal wieder durchzuschauen. Ich habe das eine oder andere dazugelernt und im wahrsten Sinne des Wortes Erinnerungen geschaffen, und nebenbei hat es so viel Spaß gemacht, daß ich beschlossen habe, 2021 damit weiterzumachen. Es stellte sich allerdings schnell heraus, daß 2021 ein schwieriges Jahr werden würde – genauer gesagt stellte sich das am 22. Januar heraus, als meinen Kolleginnen und mir eröffnet wurde, daß die Filiale einer Modekette, in der wir arbeiteten, in Kürze geschlossen würde und wir alle entlassen waren. Der Rest des Jahres war ein ziemliches Auf und Ab zwischen Jobsuche, gesundheitlichen Problemen und der „Kopf hoch, wenn der Hals auch schwarz ist“ – Attitüde, die meine Oma mir beigebracht hat. Täglich Fotos zu machen, hatte keine Priorität mehr, aber ein paar gute Bilder sind mir trotzdem gelungen.

Manchmal fehlt mir das tägliche Rausgehen und Motive suchen, aber ich weiß, ich würde nicht nochmal ein ganzes Jahr schaffen. Dafür habe ich jetzt einfach mal meine Lieblingsfotos aus den beiden Jahren herausgesucht und Gallerien erstellt. 2022 habe ich zwar deutlich weniger fotografiert (und auch deutlich weniger zielgerichtet), aber ich denke, am Ende des Jahres werde ich trotzdem eine Seite füllen können. Die schönste Fotojahreszeit kommt ja auch erst noch.

Wochenend‘ und Sonnenschein …

… noch jemand außer mir, der findet, daß unser Autozwerg ganz fürchtebar furchtsam aus den Scheinwerfern schaut? Der arme Kerl mußte gestern eine langwierige OP an der offenen Bremse überstehen. Heute darf er sich erholen, bevor sein Herrchen sich morgen um seine Stoßdämpfer kümmert. Ja ja, man hat es nicht leicht als Auto …

Während Herr und Gescherr sich in mechanische Geheimnisse vertieften, habe ich endlich das Hochbeet in Angriff genommen, es mal weitestgehend leergeschaufelt, neuen Kompost eingearbeitet und dann wieder gut befüllt, damit ich meine Kohlrabi reinpflanzen und Möhren und Radieschen säen kann. Die Zucchini-Zöglinge habe ich in große Pötte gesetzt, da haben sie alle Nährstoffe für sich und können fleißig weiterwachsen.

Ich bin tatsächlich am Überlegen, ob ich noch eine gelbe Zucchini und eine schwarze (ja, gibt es wirklich, sie heißt passenderweise „Black Beauty“) säe, bei diesen sommerlichen Temperaturen sollten sie ja gut gedeihen. Kompost habe ich ja noch etwas übrig…

Aber für heute heißt es „Füße hochlegen und die wunderschönen Blüten vom Apfelbäumchen bewundern“. Ich bin schon soooo gespannt, wieviele Äpfel es uns dieses Jahr wohl schenkt.

verlinkt beim Samstagsplausch von Karminrot

Schokokuchen

Schokokuchen

Man stelle sich nur vor – gleich zwei Kuchen habe ich am ersten Maiwochenende gebacken, und beide mußte ich abgeben, weil sie für ein Vereinsfest waren. Da ist es doch nur logisch, daß ich mich gleich am Montag in die Küche gestellt und einen Schokokuchen gebacken habe, weil wir brauchen schließlich auch ein bißchen was Schmackofatziges. Rezept gefällig?

Zutaten:

  • 150 ml Öl
  • 50 g Backkakaopulver
  • 125 ml kochendes Wasser
  • 2 TL Vanillepaste
  • 125 g Mehl
  • 1/4 Tütchen Backpulver
  • 1/2 TL Natron
  • Prise Salz
  • 200 g Zucker
  • 3 Eier

Zubereitung:

  • Ofen auf 170°C vorheizen, Springform einfetten
  • In einer Schüssel Kakaopulver mit kochendem Wasser glattrühren, Vanillepaste dazugeben, gut verrühren, abkühlen lassen
  • In zweiter Schüssel Mehl, Backpulver, Natron und Salz vermengen
  • In dritter Schüssel Eier mit Zucker und Öl cremig schlagen
  • Die Kakaopaste zur Eimasse geben und gut verrühren, anschließend Mehlmix zufügen und unterrühren
  • Den Teig in Springform geben und etwa 40 – 45 min backen.

Im Rezept vorgesehen ist, den Kuchen nach dem Abkühlen mit einer Glasur aus Puderzucker und Zitronensaft zu bepinseln. Weil ich die aber nicht mag, streue ich einfach nur ein bißchen Puderzucker drüber, schmeckt auch gut.