Book Corner

I’m a BarB Girl

Hach, endlich wieder Frühling! Das zarte Raucharoma des Holzkohlengrills in der Luft, die hungrig sabbernden Hundetierchen am Boden, gleichsam schwebend dazwischen der mit allerlei Salaten und Saucen beladene Tisch … und mittendrin yours truly mit Kamera, um das erste Grillabenteuer des Jahres für die Nachwelt festzuhalten.

So finally it’s spring! That tender smoke aroma of a nice charcoal fire, those ever hungry drooling dogs at our feet, a table loaded with various salads and sauces … and yours truly right in the middle, taking snaps of our first BBQ in 2017.

Wie immer haben wir so viel Fleisch gekauft, daß wir morgen nochmal grillen können (und übermorgen auch, denke ich mal). Den Kartoffelsalat habe ich wie immer nach meinem Lieblingsrezept gemacht, mit Kartoffeln (echt jetzt?), einem Apfel, Cornichons und einer roten Zwiebel. Das Dressing besteht aus saurer Sahne, Mayonnaise, Honig-Senf-Sauce, etwas Zitronensaft und etwas Gurkensud. Alles schön zusammenpampfen und etwas ziehen lassen, nach Geschmack vielleicht noch etwas Salz und Pfeffer rein, fertig. Weil ich nach dem Würfeln der Zwiebel eh schon so schön am Heulen war (ja, es ist wirklich so schlimm bei mir, tatsächlich ist es ein Wunder, daß ich trockenen Auges an den Zwiebeln im Supermarktregal vorbeigehen kann), habe ich gleich noch ein paar Gemüsezwiebeln eingelegt. Einfach die Zwiebeln in Ringe schneiden, einen Eßlöffel Salz, fünf Eßlöffel Zucker, einen Eßlöffel Öl und je fünf Eßlöffel Essig und Gurkensud dazu, gut durchmischen, 20 Minuten warten – voilá, lecker.

As usual, we bought enough meat to have a second BBQ tomorrow (and probably even a third one the day after tomorrow). I made my usual favourite potatoe salad with potatoes (I know, right?), an apple, a few gherkins and a red onion. The dressing’s made of sour cream, mayonnaise, honey and mustard sauce, some lemon juice and some of the gherkin water. Just mix it all together and let sit for some time, probably add some salt and pepper if you wish, and you’re all done. Since I was crying anyway from cutting that onion (yes, I really am that bad with onions, infact, it’s quite a miracle I don’t spring a leak just seeing them on the supermarket shelf), I decided to pickle some more onions. Simply slice them, add one table spoon salt, five table spoons sugar, one table spoon oil and five table spoons vinegar and gherkin water each. Mix thouroughly, let sit for 20 min, and voilá, yummy.

Mit meinem Bier hat es allerdings kein gutes Ende genommen. Ihr kennt das – auflodernde Flammen dürfen beim Grillen ausschließlich mit Bier gelöscht werden, zwecks Geschmack am Fleisch oder so. Nächstes Mal trinke ich Tee.

My beer went down in a blaze of glory, though. Bet you know the First Rule Of BBQ – flames MUST be extinguished with beer, for a better taste of all meaty participants. Or something to that extent. Next time I’ll have tea.

Stitch after Stitch

Manchmal geht es im Leben nicht nach Plan. Manchmal kriegen wir ordentlich blaue Flecke ab. Manchmal kann man nur gute Miene zum nicht so prickelnden Spiel machen. Und manchmal strickt man eben einfach nur eine Masche nach der anderen und konzentriert sich nur auf den Prozeß. Und genau das tue ich im Moment – ich stricke einfach eine Masche,  und dann noch eine, und noch eine. Eine Masche nach der anderen, bis die Decke fertig ist. Und irgendwo unterwegs fällt alles an seinen Platz, ganz automatisch.

Sometimes, things just don’t go according to plan. Sometimes, life gets the better of us. Sometimes, all we can do is to roll with the punches. And sometimes, you just have to make one stitch after another and focus on the process. And that’s what I’m doing now – just make a stitch, and then another, and yet another. Stitch after stitch until the blanket is completed. And somewhere along the way, everything will fall into place, all by itself. 

Und dann ist da noch die Sache mit den Plänen. Meine funktionieren öfter nicht so, wie ich mir das dachte. Dann heißt es ribbeln und eine andere Möglichkeit ausprobieren. Manchmal tut es schon ein bißchen weh, aber irgendwann kommt der Moment, wo einfach alles zusammenpaßt. Wenn das Ganze genau so aussieht, wie ich es mir vorgestellt hatte.

Then there’s this thing about plans. Mine don’t always work out the way I want them to. All I can do then is to unravel and try something else. Sometimes it’s rather unpleasant but after a while, there’s this one moment when everything just fits. When the whole thing looks just the way I imagined it. 

Das heißt nicht, daß frühere Pläne grundsätzlich falsch sein müssen. Manchmal müssen sie einfach noch ein bißchen liegen und reifen, damit sie genau richtig sind.

That doesn’t neccessarily mean that earlier plans are wrong. Sometimes they just need to sit and ripen to become the very right thing. 

Am Ende gehört doch alles irgendwie zusammen, das ganze bunte Durcheinander, all die vielen Fäden und Muster, entstanden aus lauter einzelnen Maschen. Im Stricken (und Häkeln) wie auch im Leben. Und immer ist Platz für noch ein paar Maschen mehr. Und genau das ist das Wunderbare daran.

In the end, it all belongs together somehow, the entire colourful shebang, all the many threads and patterns, all made of lots of single stitches. In knitting (and crocheting) just like in life. And there’s always room for a few more stitches. And that exactly is the beauty of it all. 

Winter Project: Knitted Patchwork Blanket

In den letzten drei Tagen hat es immer wieder geschneit und es sieht auch nicht so aus, als würde der Schnee bald tauen, und so ist ganz unvermittelt tatsächlich ein Winterprojekt aus meiner Decke geworden.

Since it has been snowing for three days and it doesn’t look like the snow is going to melt any time soon, my blanket has indeed become a winter project. 

Ich suchte ein Projekt, bei dem ich meine vielen verschiedenen Sockenwollen verarbeiten kann. Gleichzeitig sollte es aber auch etwas sein, was so leicht und mindless zu stricken ist, daß ich dabei lesen kann und nicht groß Maschen zählen oder nachdenken muß. Die Wahl fiel schnell auf einfache Quadrate in einem schwarzen Gitter. Damit das gute Stück sich nicht einrollt, sind die Quadrate im Rippenmuster 1re, 1li gestrickt. Es sollen 20 Streifen zu je 20 Quadraten werden (und dann werde ich wahrscheinlich trotzdem noch Sockenwolle übrig haben, aber vielleicht mache ich dann einfach passende Kissen dazu).

I was looking for a way to use up all my various sock yarns. It had to be something easy and mindless so I could read while knitting and wouldn’t have to count stitches or keep thinking about a pattern. The logical choice was patches in a black grid. Since I don’t want the blanket to curl around the edges, the patches are done in k1 p1 ribs. I’m planning on doing 20 stripes with 20 patches each (and guess I’ll still have sock yarn leftovers after that, but hey, I might simply knit matching pillows). 

Die Streifen werden direkt aneinander gestrickt, das geht schnell und ich kann sicher sein, daß am Ende auch alle Patches gleich groß sind. Ist ja nicht so, als hätte ich diese simple Decke etwa dreimal angefangen, weil ich mich bei den Reihen verzählt hatte, trotz Strichliste. *räusper*

Stripes are joined on the go, it’s faster and I can be sure that all the patches will be the same size in the end. Now don’t think I’ve had to start this fairly simple blanket three times over because I miscounted rows, inspite of keeping a list. *cough* 

Wenn Ihr mich dann bitte entschuldigen würdet … mir ist kalt, meine lästige Erkältung meldet sich wieder, und überhaupt, ich will eigentlich einfach nur stricken.

If you’ll excuse me now … I’m cold, my nasty cold is acting up again, and anyway, all I want to do today is knit. 

Thistlebear

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