Wochenend‘ und Sonnenschein …

… noch jemand außer mir, der findet, daß unser Autozwerg ganz fürchtebar furchtsam aus den Scheinwerfern schaut? Der arme Kerl mußte gestern eine langwierige OP an der offenen Bremse überstehen. Heute darf er sich erholen, bevor sein Herrchen sich morgen um seine Stoßdämpfer kümmert. Ja ja, man hat es nicht leicht als Auto …

Während Herr und Gescherr sich in mechanische Geheimnisse vertieften, habe ich endlich das Hochbeet in Angriff genommen, es mal weitestgehend leergeschaufelt, neuen Kompost eingearbeitet und dann wieder gut befüllt, damit ich meine Kohlrabi reinpflanzen und Möhren und Radieschen säen kann. Die Zucchini-Zöglinge habe ich in große Pötte gesetzt, da haben sie alle Nährstoffe für sich und können fleißig weiterwachsen.

Ich bin tatsächlich am Überlegen, ob ich noch eine gelbe Zucchini und eine schwarze (ja, gibt es wirklich, sie heißt passenderweise „Black Beauty“) säe, bei diesen sommerlichen Temperaturen sollten sie ja gut gedeihen. Kompost habe ich ja noch etwas übrig…

Aber für heute heißt es „Füße hochlegen und die wunderschönen Blüten vom Apfelbäumchen bewundern“. Ich bin schon soooo gespannt, wieviele Äpfel es uns dieses Jahr wohl schenkt.

verlinkt beim Samstagsplausch von Karminrot

Schokokuchen

Schokokuchen

Man stelle sich nur vor – gleich zwei Kuchen habe ich am ersten Maiwochenende gebacken, und beide mußte ich abgeben, weil sie für ein Vereinsfest waren. Da ist es doch nur logisch, daß ich mich gleich am Montag in die Küche gestellt und einen Schokokuchen gebacken habe, weil wir brauchen schließlich auch ein bißchen was Schmackofatziges. Rezept gefällig?

Zutaten:

  • 150 ml Öl
  • 50 g Backkakaopulver
  • 125 ml kochendes Wasser
  • 2 TL Vanillepaste
  • 125 g Mehl
  • 1/4 Tütchen Backpulver
  • 1/2 TL Natron
  • Prise Salz
  • 200 g Zucker
  • 3 Eier

Zubereitung:

  • Ofen auf 170°C vorheizen, Springform einfetten
  • In einer Schüssel Kakaopulver mit kochendem Wasser glattrühren, Vanillepaste dazugeben, gut verrühren, abkühlen lassen
  • In zweiter Schüssel Mehl, Backpulver, Natron und Salz vermengen
  • In dritter Schüssel Eier mit Zucker und Öl cremig schlagen
  • Die Kakaopaste zur Eimasse geben und gut verrühren, anschließend Mehlmix zufügen und unterrühren
  • Den Teig in Springform geben und etwa 40 – 45 min backen.

Im Rezept vorgesehen ist, den Kuchen nach dem Abkühlen mit einer Glasur aus Puderzucker und Zitronensaft zu bepinseln. Weil ich die aber nicht mag, streue ich einfach nur ein bißchen Puderzucker drüber, schmeckt auch gut.

Babypflanzenstube

Babypflanzenstube

Ich bin ein bißchen spät dran – obwohl, nein, eigentlich nicht. Ich weiß, die meisten Gartenratgeber empfehlen, mit der Anzucht des jungen Gemüses schon im Februar anzufangen, und für die meisten Ecken in Deutschland macht das wahrscheinlich sogar Sinn. Aber nicht für uns hier oben auf luftigen 600 m Höhe, wo es im März regelmäßig nochmal schneit und auch der April regelmäßig eher Winter ist. Wenn ich mehr Platz hätte, einen Wintergarten oder ein frostsicheres Gewächshaus … aber egal, Kräuter kann man eh ganzjährig auf der Fensterbank kultivieren, und die Tomaten werden schon noch wachsen, hoffe ich.
Von links nach rechts: Basilikum, Schnittlauch, Petersilie, „Dattelwein“ (gelbe Tomate mit ovalen Früchten), „Indigo Rose“ (schwarze Tomate – ja, ich weiß, irgendwie pervers, aber ich wollte ein bißchen Farbe im Essen, schließlich hab ich ja auch braunen Salat) und zweimal „Sweet Million“ (Cocktailtomate, auch geeignet für den Naschbalkon).
Im Hintergrund seht ihr übrigens den Hauswurz (Semper Vivum), der heimlich versucht, aus der ollen Schublade zu klettern. Muß ich wohl doch mal umtopfen.

Die Kohlrabi-Babies, die Zucchini-Teenager und die Prunkbohnen-Prinzessinnen sind Geschenke von meiner Nachbarin. Sonntag ist der letzte Tag der Eisheiligen, bis dahin stehen sie noch geschützt, aber danach kommen die Kohlrabis ins Hochbeet, die Zucchinis bekommen große Pötte mit extraguter Gemüseerde, und die Prunkbohnen werde ich wahrscheinlich an den Zaun pflanzen. Und dann hoffen wir einfach mal auf Abwechslung auf dem Speiseplan.

In dieser Jahreszeit ist der Garten einfach eine solche Freude. Es grünt und blüht an allen Ecken und Enden, seht selbst:

Das Apfelbäumchen hatten wir zwei Jahre im Topf, dieses Frühjahr haben wir es ausgepflanzt, und es belohnt uns mit extra schönen Blüten. Hoffentlich werden auch ein paar Äpfel draus. Das Kirschbäumchen gibt sich auch ordentlich Mühe, und dieses Jahr können wir vielleicht auch auf die ersten Haselnüsse aus eigener Produktion hoffen.

To plant a garden is to believe in tomorrow.
Audrey Hepburn

Ringelnatter

eine kunterbunte Ringelnatter

Ich stricke immer noch an den beiden Pullis herum. Das Tüpfeltier hatte ich ja schon mal gezeigt, und nach derselben Methode („Strange Brew“ von Tin Can Knits) entsteht auch die Ringelnatter. Ich wollte so gerne mal einen kunterbunten Ringelpulli, und natürlich läßt sich an so einem einfach glatt rechts gestrickten Pulli viel besser abmessen, ob er paßt (und wenn ich noch ein bißchen nachdenke, fallen mir bestimmt noch ein paar mehr Ausreden ein, warum ich un-pe-tinkt! gleich noch einen zweiten Pulli anstricken mußte). Ich bin überaus überrascht, aber alles paßte auf Anhieb und ganz nach „Vorschrift“, und der Pulli wird wirklich herrlich fröhlich bunt. Auf das Fäden vernähen freue ich mich natürlich besonders. Nicht.

Die Drops Baby Merino fühlt sich herrlich kuschelig an, sie verstrickt sich toll, hat ein wunderbar klares Maschenbild, und ich denke, den Pulli direkt auf der Haut tragen dürfte kein Problem sein. Vielleicht mache ich noch einen Streifenpulli, aber mit breiteren Streifen. Also natürlich erst, wenn die Ringelnatter und das Tüpfeltier fertig sind, klar.